Aktuelles

02.07.2017
WohnWorkshop No 2
Mit 20 TeilnehmerInnen aus den Ländern Syrien, Türkei, Somalia, Irak und Deutschland. Der zweite Wohnworkshop bestand aus zwei Teilen; im ersten Teil wurden konkrete Wohnerfahrungen aus der Vergangenheit diskutiert, während der zweite Teil sich auf traumhafte Wünsche in der Zukunft konzentrierte und Basteln zur Methode machte.

TEIL I: RÜCKFRAGEN/NACHBESPRECHUNG

Im ersten WohnWorkshop hat jede_r seine/ihre bisherige Lieblingswohnung aufgezeichnet und sich in kleinen Gruppen gegenseitig erzählt. Diese Grundriss-Skizzen und Erzählungen wurden später analysiert und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten heraus gearbeitet. In der Rückfragen-Sitzung wurde über die Wohnsituationen: Gästezimmer, zentraler Raum und geteilte Küche gesprochen.

Auszug aus dem Protokol:
„Damaszener Atrium-Haus mit zentralem Innenhof mit Brunnen …
Salon/Wohnzimmer ist immer im Zentrum der Wohnung/des Hauses, alle Türen öffnen sich darauf.

Der offene Hof der damaszener Typologie wird in den modernen dörflichen Häusern als überdachter Raum Teil des Innenraums. Häufig wurde eine zweite Ebene eingeführt, auf der die Kinderzimmer liegen.

Fatuma: In Somalia gibt es eine ähnliche Typologie mit zentralem Wohnzimmer und Schlaf-/Privatzimmern rund herum. Gelegentlich auch zwei Ebenen: unten Wohnzimmer und Küche, oben Schlafzimmer. Es gibt auch eine Variante, bei der einige BewohnerInnen eigene Küchen und offene „Terrassen“ mit Sitzgelegenheiten haben. Fatuma schätzt diese, da sie den Kontakt zu Nachbarn intensivieren. Man weiß, wie es den anderen geht, ob sie z.B. krank sind, etc. Diese Offenheit vermisst sie in der eher abgeschlossenen deutschen Wohnkultur.
Die Frage, ob die Teilnehmer sich eine solche Typologie (zentraler gemeinschaftlicher Raum mit vielen Bezügen zum Außenraum) auch für ihr Wohnhaus in Berlin wünschen würden, wurde bejaht.“

TEIL II: SPIELERISCHE WUNSCHPRODUKTION

Das Ziel des zweiten Teils war es unter dem Oberthema „Was wünsche ich in unserem Haus?“ gemeinsam, frei über Wohnwünsche zu fantasieren.

Aus einem Stapel von Broschüren und Fotos Vorstellungen wurden Wünsche für das gemeinsame Haus geäußert und in Form einer Collage zusammengeklebt.
Mit dieser spielerischen Methode sollen Sprachbarrieren und Zeichenscheu überwunden werden.

Die Collagen wurden angeordnet um Bereiche, die sich innerhalb und Bereiche die sich außerhalb des Hauses befinden um sich am Ende gegenseitig die Wünsche vorgestellt. Am Ende haben alle die Möglichkeit Likes und Dislikes zu vergeben, für Wünsche die er/sie teilt, oder die ihm/ihr nicht gefallen.

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28.05.2017
WohnWorkshop No 1
Mit 30 TeilnehmerInnen aus den Ländern Syrien, Türkei, Ägypten, dem Irak, Afghanistan und Deutschland

Der erste Workshop in der Reihe „Wie wollen wir wohnen?“ besteht aus Gesprächen über vergangene und gegenwärtige Wohngewohnheiten und dem Austausch über unterschiedliche Arten des Zusammenlebens. Das Wissen von den gegenseitigen Wohnerfahrungen schafft die Basis um sich später besser über gemeinsames Wohnen unterhalten zu können, die Arbeit mit Werkzeugen wie Grundriss-Zeichnungen soll die TeilnehmerInnen auf Dauer in die Lage versetzen, auch in Diskussionen mit professionellen PlanerInnen über das zukünftige Wohnhaus informiert teilzunehmen und eigene Vorschläge zu vermitten.

Die Gespräche fanden in kleinen Gruppen zu dritt oder zu viert statt (teilweise mit eigener Übersetzung) und sind zeitlich aufgeteilt in 3 Runden. Für jede Runde sind Fragen auf verschiedenen Sprachen vorbereitet, die als Hilfsmittel die Gespräche unterstützen oder auf neue Gedanken bringen können.

Die erste Runde beginnt mit dem Versuch, sich gegenseitig von einem Haus oder einer Wohnung zu erzählen, in der man sich am wohlsten gefühlt hat, und anhand von eigenen Zeichnungen und vorbereiteten Grundriss-Elementen diese vergangene oder aktuelle Wohnung zu rekonstruieren bzw. darzustellen. Im zweiten Abschnitt steht das Leben in der Wohnung im Mittelpunkt. Dabei geht es um Erfahrungen, die nicht in der Zeichnung zu sehen sind, wie z.B. Fragen nach Tagesabläufen, Gemeinschaft und Rückzug, Funktionen oder zeitlichen Veränderungen. Die dritte Runde handelt von dem Leben außerhalb der Wohnung, den Ausblicken aus der Wohnung, von der Umgebung und der Nachbarschaft.

Nach den drei Runden werden die Zeichnungen und Gedanken aus den kleinen Gruppen in die große Runde gebracht. Jede Gruppe präsentiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Wohnungen und besondere Erkentnisse.

Am Abschluss des Workshops steht das gemeinsame Fastenbrechen und Abendessen.

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14.06.2017                                                                                                                                                                             Angärtnern in der ZUsammenKUNFT: Gestern haben wir das erste mal gemeinsam gegärtnert. Eine Menge Erde hat ihren Weg aus dem Prinzessinengarten in den 15.Stock gefunden, gebrauchte Behälter wurden zu Töpfen upgecycelt und die ersten Tomaten gepflanzt. Am Donnerstag geht es weiter!

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23.12.2016                                                                                                                                                                        Am Abend des 22. Dezembers gab der syrische Frauenchor Hanin ein spontanes Konzert auf dem Breitscheidplatz in Berlin. Die Frauen sangen für den Frieden und Solidarität mit allen Berliner*Innen.

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